Das Besucherbergwerk St. Lampertus Fundgrube samt Zubehör

Die St. Lampertus Fundgrube  in der sächsischen Bergstadt Hohenstein-Ernstthal wurde nach der Sanierung des Tiefen St. Lampertus Erbstolln 1996 durch den Freundeskreis erforscht und einige Abschnitte nach und nach für interessierte Gäste zugänglich gemacht.

Seit September 2008 sind diese Teile des noch zugänglichen Grubengebäudes offiziell als Besucherbergwerk im Rahmen von Führungen zugänglich.

Wenn Sie Interesse an einer Befahrung der Unterwelt Hohenstein-Ernstthals haben, bitten wir Sie um Anmeldung über die Kontaktmöglichkeiten. Besucherführungen finden gewöhnlich im Sommerhalbjahr zwischen April und Oktober statt. Hier finden Sie die genauen Termine für das laufende Jahr.

 


  
Die Befahrung beginnt in der Schachtkaue. 1998 wurde über dem Schacht eine Kaue in der für das frühe Mittelalter typischen, einfachen Form errichtet. Eine nachgestaltete Handhaspel und eine Leuchter-"Spinne" vervollständigen das Interieur. Der Schacht ist neu ausgebaut und abgesichert. 

Mit einem auch für trainierte Personen durchaus schweißtreibenden Abstieg über 14 Fahrten im Lampertus- Richtschacht geht es bis zur Sohle des Tiefen Lampertus- Stollens hinunter.

  


  
Schon in etwas mehr als 13 m Tiefe unter der Rasensohle trifft man bei der Befahrung des Schachtes auf alte Abbaustrecken, die beiderseits des Schachtes entlang des Erzganges ins Gebirge führen. Sehenswert ist hier auch die elliptisch gewölbte Schachtausmauerung aus den Jahren um 1873. 

In etwa 26 m Tiefe befindet man sich dann auf dem Niveau des Wille-Gottes-Stolln. In dieser Tiefe führt ein Querschlag hinüber zum benachbarten Bergwerk, auf dem das Antriebswasser von dessen Kunstschacht zum Alten Lampertus-Kunstschacht  hin geleitet wurde. Dort bewegte es dann ein zweites Kunstrad, mit dem ein Kunstgezeug angetrieben und die tieferen Grubenbaue (die "Gezeugstrecken") trocken gehalten wurden.

Der Wille-Gottes-Stolln erreicht vom Mundloch aus etwa 500 Meter Länge. Hier an dieser Stelle ist das Verfüllmaterial im nicht mehr benötigten 1.Tagesschacht mit einem schönen Gewölbe abgefangen, um den Stolln gegen Einbrüche zu sichern und den Wasserablauf ständig zu gewährleisten.

 


  
Steigen wir bis zur Lampertus- Stollnsohle hinab: An dieser Stelle befinden wir uns nun etwa 42 Meter unter der Erdoberfläche. Die gußeisernen Pumpenrohre und hölzerne Pumpengestänge stammen noch aus der Zeit vor der Stillegung der Grube im Jahre 1910. 

Wasser und abgesetzter Schlamm konservierten auch die hölzernen Spurlatten, die die Förderkörbe führten, zahlreiche Laufbohlen in den Strecken und zwei hölzerne Hunte.

Unterhalb der Stollensohle lagen auf dem Lampertus-Stehenden noch weitere drei Gezeugstrecken bis zu einer Tiefe von 125 Metern unter der Oberfläche. Alle tieferliegenden Grubenteile stehen heute unter Wasser.

  


  
Einen der Hunte haben wir mit viel Mühe wieder ans Tageslicht geholt: Er ist jetzt ein Schmuckstück unserer Ausstellung im Huthaus.
 
Schematische Darstellung der für Besucher zugänglichen Abschnitte des Grubengebäudes: Rot markiert der Rundgang.
  

 
Nach wie vor versickern Niederschlagswässer auf dem Zechenberg und lösen auf ihrem Weg durch das Gestein Mineralien aus noch existierenden, schon früher nicht bauwürdig gewesenen Gangteilen heraus. Wo das Wasser in den Strecken austritt, setzen sich Sinter ab, ganz genau so, wie in Tropfsteinhöhlen. Da die Erzgänge hauptsächlich Arsenkies, etwas Kupferkies und andere Mineralien enthalten, sind die meisten Sinterbildungen eisenschwarz. Wo nach der Wiederherstellung des Wasserablaufes Sickerwässer verdunsteten, bildeten sich aber auch farbige Tropfsteine.

Mit einem Blick auf die versteckten Schönheiten des Granulitgebirges möchte Sie auch die Stadtverwaltung Hohenstein-Ernstthal auf ihrer Internetseite auf einen Rundgang in einer Tiefe von 42 m unter der Stadt neugierig machen: 3D-Ansichten.  

Zuletzt müssen Sie dann nur noch wieder hinauf. 
Glück Auf ! 

  

   

  
Der Freundeskreis Geologie & Bergbau Hohenstein-Ernstthal e.V. 

Der Freundeskreis Geologie und Bergbau widmet sich seit 1952 der Erforschung und Bewahrung der Montangeschichte unserer Region.

  

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Historisches

Hier erfahren Sie mehr zur Geschichte der Grube und des Bergbaus in Hohenstein-Ernstthal.

   

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Herrn Th. Posern, Oststraße 25, 09337 Hohenstein - Ernstthal, Telefon: 03723 - 700200. 

Vereinssitz und Postanschrift ist:

Huthaus des ehemaligen St. Lampertus- Schachtes,
Dresdner Straße 109,
09337  Hohenstein - Ernstthal

Für den Kontakt steht Ihnen außerdem die
Emailadresse: info@lampertus.de zur Verfügung.

Gestaltung und technischer Betrieb: H.-J. Boeck, Freiberg,
Emailadresse: boeck@unbekannter-bergbau.de.

   

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